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Marianne S.
Krankengeschichte einer zahnmaterial geschädigten
Patientin
Seit 1986 ist mir bekannt, das ich auf Nickel allergisch reagiere. Immer nach
dem Genuss von Lebensmitteln aus Konservendosen wurde es mir 2 Tage lang übel und ich bekam
rasende Kopfschmerzen. Zu welchem Zeitpunkt ich die ersten Amalgamfüllungen bekam kann ich
heute nicht mehr nach vollziehen.
1993 bekam ich im rechts und links im Unterkiefer Brücken
mit Edelmetalllegierung „Orion UX“. Den Zahnarzt hatte ich auf meine Nickelallergie hingewiesen.
Ohrringe, selbst aus Gold, konnte ich keine mehr tragen, da kribbelten mir die Ohren, der Kopf tat
weh und ich wurde nervös davon. Immer wieder in diesen Jahren bekam ich wie aus heiterem Himmel
Kopfschmerzen, die manchmal so stark wurden das ich nicht mehr arbeiten konnte.
Im November
1997 wurden im Oberkiefer eine Goldprothese und 5 Teleskopkronen eingesetzt. Nach kurzer Zeit
fühlte ich mich mit der Prothese unwohl, etwas stimmte nicht damit. Mein Kriefer kribbelte wie
unter Strom, ich hatte Angst, der ganze Kopf brummte und ich fühlte mich vollkommen kraftlos.
Schon zuvor beim Provisorium mit Metallhaken hatte ich dieselben Sympthome. Meine Nachfrage, ob
Nickel verwendet wurde, verneinte der Zahnarzt. Die Prothese wurde von einem Labor in Ulm
hergestellt. Zweimal fuhr ich zum Nachschleifen dort hin, meine Beschwerden blieben.
Immer
häufiger konnte ich nicht mehr zur Arbeit, weil es mir einfach nur elend ging.
Vom Zahnarzt
bekam ich eine Überweisung für die Hautklinik Stuttgart. Im Januar 1998 hattte ich dort einen
Termin. Der untersuchende Arzt schaute mir kurz in den Mund und meinte dann: „ Sie sind nicht
allergisch, man sieht nichts an den Schleimhäuten!“
Mit der Prothese in der Manteltasche
lief ichvor Verzweiflung weinend zur S-Bahn.
Im März 1998 bekam ich vom Zahnarzt eine
Überweisung für die Kieferklinik in Tübingen. Eine sehr freundliche Ärztin stellte fest, daß der
Kiefergelenksabstand bei mir unterschiedlich ist und ließ mir eine Aufbissschiene aus Plaastik
anfertigen. Mit dieser ging es mir dann wieder etwas besser.
Aber nach einiger Zeit kamen
die Beschwerden wieder.
Im Frühjahr 2000 ( ich war nie ganz Beschwerdefrei ) kamen dann
noch Schmerzen im rechten Daumengelenk dazu, ausserdem schmerzten meine Fusssohlen.
Im
August 2000 war ich mit meinem Lebensgefährten im Urlaub und mir ging es etwas besser. Kurz danach
ging es wieder los. Arbeitsbeginn 7.00 Uhr, um 10.00 Uhr war ich schon ganz schlapp und schaffte
es gerade noch bis 14.00 Uhr durchzuhalten, dann konnte ich nicht mehr. Ich musste nach Hause mich
hinlegen und bis zum Abend nur noch schlafen.
Die Schmerzen in den Fusssohlen wurden
schlimmer. Der Orthopäde verschrieb mir Einlagen, die Schmerzen blieben.
Mitte September
2000 musste ich von der Arbeit nach Hause, der Hals, der ganze Kopf und alle Glieder schmerzten
unerträglich aussserdem hatte ich ein ganz aufgeschwollenes Gesicht. Der Hausarzt diagnostiezierte
einen Grippalen Infekt und schrieb mich krank. Nach bereits zwei Wochen zeigte sich keine
Besserung, im Gegenteil, es kamen noch Schmerzen im linken Brustkorb und auf dem Rücken hinter dem
linken Schulterbein dazu. Ich traute mich kaum noch zu atmen und hatte das Gefühl von einem
riesen Eisenring erdrückt zu werden. Mit der rechten Hand konnte kaum mehr den Hausschlüssel oder
die Zeitungsseiten umdrehen. Der Hausarzt machte ein EKG und untersuchte die Lunge, alles in
Ordnung! Und überwies mich wieder zum Orthopäden. Der stellte fest: „Beginnende
Lendenwirbelarthrose“ und verschrieb Krankengymnastik.
Auf meinen Hinweis machte der
Hausarzt einen Borreliose-Test, dieser war aber negativ.
Dann bekam ich eine Überweisung zum
Neurologen, dieser stellte fest:
„ Ich sehe, daß es ihnen sehr schlecht geht, aber ich kann
ihnen nicht helfen!“
Von der Frauenärztin wurde ich dann ins Krankenhaus zur Ausschabung
überwiesen, Grund: Östrogenmangel und Blutungen. Nach dem Krankenhausaufenthalt begann ich eine
Hormontherapie, da ich dachte es wären die Wechseljahre, die mir so zu schaffen machen und mir
meine ganze Kraft raubten. Besser wurde es mir aber trotzdem nicht. Eine Heilpraktikerin sellte
dann fest:
„ Bei Ihnen sind ja zwei Brustwirbel ausgerenkt!“ Sie renkte diese wieder ein
und wendete Akkupunktur an, da der Kiefer verspannt und der Stoffwechsel gestört sei.
Nach
dieser Behandlung ( 5mal ) gings mir tatsächlich wieder besser und ich konnte vor Weihnachten sogar
wieder arbeiten.
Im Dezember 2000 war ich auch beim Augenarzt, weil auch meine Augen häufig
schmerzten, er konnte aber nichts feststellen.
Der Internist sellt mir eine weitere
Überweisung zum Orthopäden aus. Dieser diagnostiziert Daumensattelgelenkarthrose und verschreibt
12mal Elektrotherapie und Stabilbandagen. Da kam ich zu dem Schluss es sei vielleicht doch ein
orthopädisches Problem.
Im Januar 2001 war es wieder schlechter, ausserdem taten mir der
linke Daumen und der linke Fuss weh. Ich ging weitere 5mal zur Heilpraktikerin. Immer wieder
waren verschiedene Wirbel ausgerenkt, es hieß meine Muskulatur sei zu schwach. Ebenfalls
im Dezember 2000 hatte der Internist eine Kur beantragt, im Januar 2001 kam die Ablehnung. Gegen
diese legte ich Widerspruch ein und am 19.02.2001 musste ich zum Vertrauensarzt nach
Neuhausen.
Der Vertrauensarzt untersuchte mich lange und eingehend.
Die Schmerzen im
linken Fuß hielt er für einen Fersensporn. Sonst teilte er mir aber keine Ergebnisse mit. Am
20.02.2001 konnte ich vor diesen Schmerzen am linken Fufß kaum mehr gehen und war auch nervlich
ziemlich am Ende. Der Orthopäde schreib mich erneut krank und verschreib weitere 12mal
Elektrotherapie, dieses Mal für den Fuß, er meinte es wäre eine überlastete Sehne. Ich erzählte
ihm von den ausgerenkten Brustwirbeln und das ich da jetzt wieder diese Schmerzen im Rücken und im
Brustbereich hätte. Im musste mich zum einrenken hinlegen, aber danach war alles noch viel, viel
schlimmer. Am selben Nachmittag noch fuhr ich zur Heilpraktikerin, diese meinte das jetzt die
Halswirbel nicht mehr stimmten. Sie renkte diese wieder ein.
Weil auch die Augene wieder so
sehr schmerzten ging ich wieder zum Augenarzt – Kein Befund. Obwohl mir immer öfters Äderchen
in den Augen platzten.
Nachts bekam ich Angstzustände und malte mir schon einen Tumor
irgendwo hinter den Augen aus. Mein ganzes Gesicht schmerzte und ich hatte das Gefühl zu
ersticken. Vor lauter Schmerzen im Rücken wusste ich nicht mehr, wie ich mich hinlegen sollte. Ich
bewältigte gerade noch unseren 2 Personenhaushalt, aber zu weiteren Anstrengenungen war ich nicht
mehr in der Lage. Manchmal ging ich etwas spazieren, an der frischen Luft ging es mir besser,
aber ich lief wie eine alte Frau!
Dann hatte ich einen Termin beim HNO- Arzt, der stellte
fest:
„Nebenhöhlenvereiterung und der Hals auch total vereitert!“ und verschrieb mir
Antibiotika.
An meinem 50sten Geburtstag war ich bei einem Heilpraktiker in Schwäbisch
Gmünd, er war mir als Spezialist für Rückenbeschwerden empfohlen worden.
Er hat mir alles
wieder eingerenkt und seit dem habe ich mit den Wirbeln tatsächlich keine Beschwerden
mehr.
Meine allgemeine Schwäche, der Bluthochdruck, die Augenschmerzen, das Kopfweh, diese
grundsätzliche Angst in mir und das Gefühl immer umzufallen waren aber immer noch da. Ich
schleppte mich von einem Tag zum anderen und hoffte es geht irgendwann vorbei. Es kostete mich
eine riesen Überwindung irgendwo wegen eines Termins anzurufen, selbst das sprechen am Telefon
fiel mir immer schwerer. Ich suchte und brauchte dringend Hilfe und kam einfach nicht beim
richtigen Arzt an!
An die Zähne dachte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, die Prothese war
ja getestet und gegen das Gold war ich nicht allergisch.
Während dieser ganzen schlimmen
Zeit hatte ich ständig grossen Rückhalt von meinem Lebensgefährten und einigen, lieben Bekannten
und Verwandten, welche alle immer für mich da waren wenn ich jemanden zum reden brauchte. Ich
weiss nicht was ich ohne sie alle getan hätte!
Am 20.03.2001 kam die Genehmigung für eine
Kur. 23.05.- 16.06.2001!
Ich hatte keine Kraft und machte mir grosse Sorgen, weil ich schon
so lange im Geschäft fehlte ( wir hatten 1995 ein Fischgeschäft übernommen und meine Arbeitskraft
war fest eingeplant ), ging es überhaupt ohne mich? Meine Beschwerden machten mich fast
wahnsinnig! So wollte ich einfach nicht mehr weiterleben, wo war die Hilfe die ich so dringend
brauchte?
Ich hatte einen seltsamen Traum:
Ich träumte ich säße mit 2 fremden
Männern in einem tiefen, schwarzen Loch, welches mir fast wie ein Grab erschein. Es war umgeben
von grossen Backsteinmauern, welche immer enger um mich wurden und höher und höher wirkten!
Plötzlich aber haben die beiden Männer die Steine niedergedrückt, dann bin ich aufgewacht! Ich
fühlte mich ständig wie in einem Schwarzen Loch, unfähig irgendwelche frohen Gedanken zu fassen
und auch für meinen Partner wurde die Situation manchmal schier unerträglich. Wo war nur meine
gute Laune und meine positive Lebensausstrahlung für die er mich so liebte geblieben? Wir
konnten zu keiner Veranstaltung und zu keinem Fest mehr gehen, den immer gings mir gerade an
solchen Tagen besonders schlecht. Ich kappselte mich immer mehr von meiner Umwelt ab und lebte nur
noch für irgendwelche Arzttermine. Selbst ganz alltägliche Dinge, wie z.B. anziehen oder Haare
waschen konnte ich nur noch unter grössten Schmerzen bewältigen. Dann bekam ich
eines Tages eine Adresse von einem Naturheilarzt in Nürtingen in die Hände, er würde sich mit dem
„Burn Out- Syndrom“ auskennnen.
Am 27.03.2001 fuhren wir zu ihm. An diesem Tag hatte ich
wieder so wahnsinnige Kopfschmerzen, das es unmöglich war alleine zu fahren und so begleitete mich
mein Partner. Der Arzt untersuchte mich mit Kinesiologie und schaute auch in meinen Mund. Dann
meinte er: „ Ihre Probleme kommen von den Zähnen! Sie haben erhöhte Schwermetallbelastungen im
ganzen Körper! Gehen Sie zu einem Zahnarzt und lassen nachschauen, ob sie noch irgendwo
Amalgamfüllungen haben. Lassen Sie einen „Epikutan“-Test wegen des Unterkiefers machen. Eine
„Granicsacralobteopatie“ könnte ihnen auch gut tun und lassen sie eine Strommessung im Mundbereich
durchführen!“
Zum Ausleiten und Wiederaufbau gab er mir Homöopathische Medizin mit. Mir
brummte der Kopf von all dem was er gesagt hatte und ich konnte gar nicht gleich alles richtig
aufnehmen. Was sollte ich alles machen?
Nach 14 Tagen begann ich die Medizin einzunehmen.
Was für eine Überwindung, sie schmeckte wirklich fürchterlich.
Am 02.04.2001 war ich wieder
beim Zahnarzt. Es war tatsächlich noch Amalgam in meinen Zähnen, welches er mir sofort entfernte.
Die ganzen von mir aufgeführten Argumente an sich glaubte er mir aber nicht, sondern meinte ob
ich Angst vor dem Arbeiten im Geschäft, Probleme in der Familie oder sonst irgenwelchen Stress
hätte.
Ich sagte, dass ich schon grössere familiere Sorgen gehabt hätte und trotzdem immer
gerne gearbeitet und gut gelebt hätte!
Warum musste ich mich eigentlich vor ihm so
rechtfertigen?
Dann war ich wieder einmal beim Internisten, weil ich dachte dieser müsste
doch auch feststellen können, ob ich Schwermetalle im Körper habe. Ausserdem wollte ich natürlich
auch das die Krankenkasse über meine ganzen Arztbesuche Bescheid wusste, vorallem gerade jetzt so
kurz vor der Kur.
Eine Woche später hatte ich einen Termin zur Blutuntersuchung und
Urinabgabe, das Ergebnis würde man bis in einer Woche bekommen. Ausserdem bekam ich eine
Überweisung zur Urologin, da ich anscheinend Blut im Urin gehabt hätte. Ich erschrag und
dachte jetzt hab ich auch noch was an den Nieren oder der Blase. Ich fragte nach dem Ergebnis des
Quecksilbertests, der Arzt schickte mich zur Laborantin, diese meinte nur: „ Das hat mir niemand
gesagt, da müssen Sie selber dran denken!“ Also nocheinmal Urin abgeben und wieder eine Woche
warten! Dann endlich ein Ergebnis: 1,7µ Quecksilber! Das wäre aber nicht sehr schlimm,
normal sind bis 5µ, bekam ich zur Antwort. Mir war hundeelend, draussen regnete es und ich wusste
wieder nicht mehr weiter. Als ich mit dem Auto losfuhr ging auch noch der Scheibenwischer kaputt,
konnte den gar nichts funktionieren, alles war gegen mich!
Neue Termine machte ich an
diesem Tag keine mehr, ich wollte mit niemandem mehr über mich und meine Krankengeschichte
reden.
Am 03.05.2001 hatte ich einen Termin bei der Hautärztin zum Epikutantest. Drei Tage
später sagte sie: „ Oh, das sieht aber böse aus. Lassen Sie ihre Metallbrücken entfernen. Sie sind
dagegen allergisch ( Orion UX ), dann sind Sie ihre Probleme los!“
Der Zahnarzt sagte, dass
das nicht so schnell geht und ich erst später einen Termin bekommen würde. Ich antwortete, das
ich am 23.05.2001 zur Kur fahren wollte und wenn dann das Edelmetall noch nicht entfernt sei
bringt mir ja die ganze Kur nichts.
Ich bekam trotzdem keinen Termin!
Bei der
Urologin hatte ich am 08.05.2001 einen Termin zur Blasenspiegelung, da war aber alles in Ordnung.
Am selben Tag hatte ich Termin bei einem Spezialzahnarzt zur Strommessung abgesagt, ich dachte der
Untrkiefer wäre schuld an allem.
Am 14.05.2001 bekam ich bei einem anderen Zahnarzt die
beiden Brücken links und rechts im Unterkiefer entfernt, darunter waren doch tatsächlich
nocheinmal Amalgamfüllungen versteckt! Es wurde mir dann ein Provisorium eingesetzt.
Am
17.05. und 25.06.2001 war ich wieder beim Naturheilarzt, der gab mir weitere Arznei zum Aufbau der
Ausscheidungsorgane.
Dann fuhr ich am 23.05.2001 nach Bad Elster zu Kur. Es war eine 3-fach
Kurklinik. Onkologisch, orthopädisch und gynäkologisch. Mir gefiel es gut dort und ich fühlte
mich auch gut, ich hatte keine Schmerzen nichts tat mir weh – aber Kraft hatte ich auch keine.
Nach der Kur arbeitete ich sogar wieder im Fischgeschäft mit, ziemlich ohne Beschwerden. Aber
dann nach ca. 3-4 Wochen ging es wieder los. Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Warum?
Wenn ich hinter der Theke stand hatte ich das Gefühl, als ob mir irgendetwas die ganze Kraft aus
dem Körper zieht und ich im nächsten Augenblick umfalle. Dazu kam unheimliches Herzrasen, Augen-
und Kopfschmerzen und der ganze Kiefer begann wieder wie verrückt zu vibrieren. Ich stand an der
Kasse und wusste nicht mehr was ich eintippen sollte. Ich ging dann wieder nach Hause und habe nur
noch geschlafen.
Anfang August 2001 fuhren wir in Urlaub. Wir machten eine Übernachtung in
Bayern, da ging es mir noch einigermaßen gut, dann fuhren wir wieter in die Steiermark. Nachts
wurden die Beschwerden wieder stärker und in der zweiten Nacht fuhren wir heim, weil es mir
unerträglich schlecht ging.
Zu Hause rief ich bei diesem Spezialzahnarzt wegen der
Strommessung an und bekam einen Termin für den 03.09.2001.
Wenn ich einige Stunden im
Fischladen war, ging es mir ganz schlecht.
Alle Symthome waren wieder da!
Nach der
Kur war ich beim Zahnarzt und bekam von ihm Testplättchen aus Metall mit für die Zahnversorgung im
Unterkliefer. Die Hautärztin testete sie bei mir auf dem Rücken und meinte alle Materialien seien
in Ordnung.
Bei der Strommessung in meinem Mund ergaben sich 250mV Strom!
Der
Zahnarzt sagte: „ Wenn man verschiedene Metalle im Mund hat kann es zu Strom
führen!“
Anschliessend fuhr ich sofort nach Nürtingen zum Naturhailarzt und teilte ihm das
Ergebnis mit. Er schrieb mich wieder krank und meinte ich solle wegen der Leber tierisches Fett
meiden.
Nach der Kur als die Beschwerden wieder kamen habe ich 4 mal Graciosacraltherapie
machen lassen.
Am 14.10.2001 kamen die Goldteleskopkronen vom Oberkiefer runter und die
Prothese raus. Nach einiger Zeit gings mir tatsächlich wieder besser und ich ging wieder ins
Geschäft. Aber kaum war ich länger als 2 Stunden im Fischladen fing alles wieder an! Wir haben im
Laden natürlich viele Elekrtogeräte, die ganzen Kühltruhen usw. und jemand meinte ich wäre
dagegen jetzt überempfindlich, vonwegen Elektrosmog und so.
Wieder hatte ich eine Adresse
bekommen und zwar von einer Heilpraktikerin in Lahr, die könne das prüfen. Ich bekam für den
07.11.2001 einen Termin zur Grundtestung. Sie hat mit Elektroakupnktur nach D. Voll getestet und
festgestellt, dass ich gegen das Provisorium im Unterkiefer allergisch bin ( Belastung durch
Aluminium und Methylmethacrylat ). Ausserdem stellte sie eine Lebensmittelallergie gegen Milch,
Quark, Kefir, Erdbeeren, Trauben, Zwiebel und Schweinefleisch fest.
Und sie bestätigte mir
eine Elektrosensibilität!
Machte mir aber Hoffnung in dem Sie auch sagte, das verginge
wieder wenn meine Zähne mit von mir vertragenen Materialien gerichtet wären. Sie bescheinigte mir
dies alles auch schriftlich und ich hatte endlich was in der Hand. Mit den ganzen
Unterlagen ging ich sofort zum Zahnarzt, dieser reagierte aber sofort sehr skeptisch und meinte
sein Labor würde mit diesen Materialien nicht arbeiten.
Also bin ich zur weiteren
Behandlung zu einem Spezialzahnarzt. Immer wieder in dieser Zeit war ich auch in Nürtingen beim
Naturheilarzt, der mich weiterhin krankschrieb.
Am 27.11.2001 kam das Provisorium
Methylmethacrylad raus und das neue wurde eingesetzt. Kosten: 1.600,- DM die ich selbst bezahlen
musste.
Am 09.12.2001 fuhr ich wieder nach Lahr zur Heilpraktikerin zu einer erneuten
Überprüfung. Auch meine Ausscheidungsorgane Blase, Nieren, Leber und Darm waren nicht in
Ordnung. Ich bekam von ihr homöopathische Arznei mit. Ab und zu war ich zu Gesprächen bei der
Krankenkasse. Ich erklärte, wie leid es mir tue das ich so lange nicht arbeiten kann und der Kasse
solche Kosten verursache. Manchmal fühlte ich mich wie wenn ich Depressionen hätte, ich hatte das
Gefühl mein Partner wolle mich nicht mehr im Geschäft haben, den er sagte immer ich soll doch
einfach zu Hause bleiben und mich erholen; dabei meinte er es doch einfach nur gut mit
mir!
Im Januar fragte mich der Sachbearbeiter meiner Krankenkasse, ob ich mich dem
medizinischen Dienst vorstellen würde, ich stimmte zu. Daraufhin bekam ich einen Brief in dem
stand ich zum Nervenarzt! Meine Heilpraktikerin hat mir daraufhin ein Gutachten erstellt, dieses
wurde von der Kasse aber abgelehnt.
Dann war ich bei einer älteren Dame, welche nur meinte
das wären die Wechseljahre, ich müsse arbeiten. Ihre Formulierung: „Eingliederungsmassnahmen ins
Arbeitsleben für täglich 3 Stunden sind zu befürworten!“
Ich fühlte mich als arbeitsfaulen
Simulanten hingestellt! Und antwortete lieber heute als morgen wieder arbeiten zu wollen, wenn ich
doch nur die Kraft und Energie dazu hätte. Schliesslich haben wir ein eigenes Geschäft und meine
Arbeitskraft war fest eingeplant.
Meine Erzählungen über die ganzen Zahnprobleme hat sie
einfach ignoriert. Ich fühlte mich komplett erniedrigt und völlig mutlos verließ ich die Praxis.
Mein Selbstwertgefühl war sowieso schon lange am Boden zerstört und Selbstbewusstsein hatte ich
auch keins mehr! Ich war einfach am Ende. Warum nahm mich den keiner von den Ärzten mehr ernst,
bzw. wo war der Arzt welcher mir helfen konnte?
Einmal war ich bei einem Naturheilarzt in
Winnenden. Er fragte mich nach füheren Operationen und gab mir Spritzen in die Leistenbruchnarben
und in den Mund, wegen der Mandeln, welche mir schon als Kind abgezwickt wurden. Für einen
bestimmten Test sollte ich sofort 120,- € bezahlen. Das habe ich aber abgelehnt. Für 15,-€ bekam
ich Plakette um den Hals, welche den Elektrosmog abhalten sollte! Von den Zähnen und meinen
Problemen damit wollte er nichts wissen. Im Februar 2002 war ich noch bei einem
Umweltmediziner, auch ihm erzählte ich meine ganze Leidensgeschichte. Ich dachte er könne doch
bestimmt Tests machen, welche die Krankenkasse akzeptiert. Aber der medizinische Dienst
schrieb mir ich sei arbeitsfähig und bekäme kein Krankengeld mehr. Da konnte auch den
Umweltmediziner nicht dagegen tun. Die Krankmeldungen meines Nürtinger Naturheilarztes, welcher
mich seit September 2001 krankgeschrieben hatte, wurden dann von der Krankenkasse einfach nicht
mehr akzeptiert.
Meine Hautärztin meinte in unserem Fischgeschäft müsse irgentetwas sein,
was ich nicht vertrage. Aber was?
Immer wieder hatte ich versucht wenigstens Stundenweise
zu arbeiten, aber noch kurzer Zeit kamen einfach die ganzen Sympthome wieder. Ich funktionierte
einfach nicht 100%, irgentewas blockierte meinen Antrieb.
Die Hautärztin gab mir die
Telefonnummer eines Schadstoffexperten aus Calw an ihn sollte ich mich auch noch
wenden.
Diese sagte am Telefon das die Ursache nicht am Laden liegt, sondern an mir. Wenn
ich Schwermetallbelastungen im Körper hätte würden durch den Fischgeruch sofort alle
Körperfunktionen blockiert, da meine Geschmacksnerven sehr gestärkt sind!
Ich war mit den
Nerven am Ende, konnte und wollte keinen Arzt mehr sehen und blieb einfach zu Hause.
Im
März 2002 wurde dann der Unterkiefer mir zwei Brücken aus Zirkonia gerichtet und mir ging er
tatsächlich langsam besser. Und ich fing langsam wieder an zu arbeiten, allerdings nicht mehr bei
uns im Fischgeschäft, sondern woanders. Es folgten dann noch einige Zahnarzttermine beim
Spezialzahnarzt und im Oktober 2002 war auch der Oberkiefer mit Material, welches zuvor von der
Heilpraktikerin in Lahr wegen der Verträglichkeit ausgetestet worden war,
fertiggestellt.
Seither habe ich auch eine neue Stelle in einem Obst und Gemüsehandel, wo
ich alle anfallenden Arbeiten ohne grosse Probleme bewältige und viele Stunden am Stück wieder
durcharbeiten kann.
Ich kann sagen, dass es mir wieder recht gut geht, bis auf einige
Einschränkungen im Bezug auf die Verträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel. Aber ich habe meinen
Alltag wieder im Griff und Spass am Leben, mein Humor und meine Lebensfreude kehren langsam
wieder.
Aber es war ein langer Weg, vorallem am Schluss waren viele homöophatische Mittel
zum ausleiten der ganzen Giftstoffe nötig. Es braucht lange bis der Körper einigermassen wieder
zur Ruhe kommt.
Jedem der weiss, dass er allergisch ist rate ich bei Zahnbehandlungen
dringendst vorher immer erst alle Materialien auf die Verträglichkeit austesten zu lassen, damit
ihm mein langer Leidensweg, sowohl psychisch wie auch physich erspart bleibt.
Immer wenn
es mir ganz besonders dreckig ging habe ich mir geschworen das ich, sollte es mir irgendwann
wieder besser gehen, mit meiner Geschichte versuche an die Öffentlichkeit zu treten um andere
Menschen für die Problematik der Zähne und was damit alles zusammenhängt hellhörig zu machen.
Darum dieser ganze Bericht, vielleicht kommt er irgendwann in die richtigen Hände!
Grosse
Unterstützung und Hilfe hatte ich in diesen Jahren von meinem Lebensgefährten, meiner Familie,
einigen lieben Freunden und Bekannten die alle immer für mich da waren, wenn ich jemanden
brauchte. Ihnen gilt mein herzlichster Dank, ich weiss nicht was ich ohne sie getan hätte.
Danke. |
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